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AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG PARLAMENT IN DER HOFBURG KUNST IM PARLAMENT 2019

mit Bettina Beranek, Markus Anton Huber, Richard Jurtitsch,
Hermine Karigl-Wagenhofer, Hannes Mlenek, Karin Pliem, Manfred Walkolbinger

Kurator: DDr. Leopold Kogler
Vernissage: 11.6.2019

1. Bild (links): Strukturierte Landschaft, 2015, Eitempera auf Leinwand, 100x300 cm, Foto © Bettina Neubauer

2. Bild (Mitte): Kopflandschaft, 2016, Eitempera auf Leinwand, 150x100cm, Foto © Bettina Neubauer

3. Bild (rechts): Kopflandschaft, 2016, Eitempera auf Leinwand, 150x100cm, Foto © Bettina Neubauer

In Hermine Karigl-Wagenhofers Kopflandschaft ist gleichermaßen eine sichtbar gewordene Gedankenwelt enthalten. Es scheint viel in Bewegung zu sein in diesem Kopf, der selbst aber Ruhe und Nachdenklichkeit vermittelt.Mit dem Blick folgt man figurale Erscheinungen - Repoussoirfiguren, die den Betrachter direkt in ihre malerischen Vorstellungen gleiten lassen.
Dr. Gabriela Nagler

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG KUNST:WERK St. PÖLTEN HANDeln

"Vernetzung 2019-2020", Mischtechnik auf Schabkarton, 50 x 65 cm

Ausstellung vom 13.Februar bis 15. März 2020

Im Kontext des Ausstellungstitels kommen beim grafischen Werk „Vernetzung“ zwei Aspekte zum Tragen.

Zum einen lenken die vielfältigen, dicht überlagerten, dynamisch erscheinenden Materialspuren, die bewusst oder unbewusst aus den Bewegungsläufen der HAND hervorgegangen sind, den Blick des Betrachters, der Betrachterin tief in den Kosmos des eng gewebten Liniengeflechtes bis hinein zum Ursprung des Kunstwerkes. Dort mag es vermutlich in der Konzentration einer Tiefenschau in der HAND liegen, den eigentlichen Entstehungsprozess nachzuempfinden.

Gleichzeitig gilt das grafische Lineament als Sinnbild für die Verbundenheit: nicht nur für die vernetzten , durchdachten Handlungsabläufe, die sich in einer Gesellschaft widerspiegeln, sondern auch für die vielen kleinen Werke der Humanitas, die hilfsbereite Menschen planen und HAND IN HAND verwirklichen.

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG GALERIE ARTEMONS CONTEMPORARY HELLMONSÖDT HORIZONTE

"Horizonte 1", 2016, Eitempera auf Leinwand

© Bettina Neubauer

© Bettina Neubauer

Monochrome:

Die Gemälde stehen ganz im Zeichen der prozessualen Beschäftigung mit Malerei an sich, wobei der Fokus auf das Wagnis des Reduzierens der Farbfelder gerichtet ist. Dennoch dienen die schier monochrom farbigen Bildflächen als Plattform für fundamentale Inhalte: etwa für die Gratwanderung, den Moment zwischen Leben und Tod, in Gefahren, Bedrohungen, Kippsituationen, am Rande der Existenz oder für Überschreitungen, Inszenierungen zwischen Sein und Schein, darüber hinaus auch für Interagieren von Kulturen und Sprachen.

Die Experimente im Farbspektrum veranschaulichen Mensch und Natur im Wechselspiel, verweisen sowohl auf das Fließen der Naturerscheinungen als auch das Flüchtige und Aktive des Menschen.

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG 73. JAHRESAUSSTELLUNG DES ST.PÖLTNER KÜNSTLERBUNDES, STADTMUSEUM ST.PÖLTEN

"Monochrome", 2018 - 2019, Eitempera auf Leinwand © Sonja Dürnberger

© Sonja Dürnberger

© Sonja Dürnberger

Ausstellung Schlossgalerie Steyr, Unteres Geschoss - ZEITFENSTER

Konzept

Die Botschaft meiner in der Schlossgalerie präsentierten Werkgruppen soll mit dem Titel „Zeitfenster“ zum Ausdruck kommen: Das Bild als Versuch, den Moment zu öffnen auf Gewesenes und Mögliches. Aktualität birgt immer Zeitdimensionen. Mit den Mitteln der Metapher und der kritischen Abstraktion können Zeitphänomene beleuchtet werden.

Der Fokus des Ausstellungskonzeptes ist darauf gerichtet, eine Bildwelt in Eitemperamalerei mit dem Themenkomplex „MENSCH – NATUR – RAUM“ in eine historische Architektur hineinzusetzen.

Der historische Raum selbst kann verstanden werden als Abfolge von „Zeitfenstern“. Die besondere Architektur der Schlossgalerie mit den barocken Fensternischen und Erkern, mit dem Blick in den Burggraben und den Mauerresten im Inneren hat zum Ausstellungstitel „Zeitfenster“ angeregt. Ein idealer Raum für die Begegnung zwischen Architektur und zeitgenössischer Kunst.
Die klare Architektur mit den Pfeilerreihen bietet einen stabilen Hintergrund und gleichzeitig öffnen die Arkaden und die Fensternischen viel Spielraum für die Präsentation meiner Bildwerke.

Die Planung der Ausstellung zielt darauf ab, einzelne räumliche Gegebenheiten mittels Anordnung der Gemälde in Gruppen zu akzentuieren, andere wiederum durch Loslösung von Wand und Pfeiler in den Raum zu stellen. Damit mögen sich neue Blickperspektiven ergeben.

Im Wechselspiel zwischen Raumperspektiven und dem „Zeitfenster“ der Malerei öffnen sich bei den Betrachtern und Betrachterinnen assoziative, neue Dimensionen.

Pressetext Ausstellung „Zeitfenster“ von Hermine Karigl-Wagenhofer

Im unteren Geschoss der Schlossgalerie Steyr

12. April bis 19. Mai 2019

Hermine Karigl-Wagenhofers kommende Ausstellung in der Schlossgalerie Steyr stellt neben neuen Werken auch einen Querschnitt ihres Schaffens der letzten fünfzehn Jahre dar. Offenbar von der historisch anmutenden Erlebnissphäre des Ausstellungsraumes inspiriert wählt die Künstlerin „Zeitfenster“ als Ausstellungstitel. Assoziativ und facettenreich lässt sie diese Metapher in die
einzelnen Stationen der Präsentation einfließen.

„Zeitfenster“ ist so etwas wie eine reflektierte Abrechnung über Gewesenes (Bildstelen, „Kopflandschaften“, Säulenbilder) und ein Ausblick über noch zu Schaffendes. Die neuen „Zeitfenster“ sind eine weitere Haltestelle in den immerwährenden Zyklen über den Menschen und seine Möglichkeit zur Verwandlung, denen sich die Künstlerin verschrieben hat, sie gliedern sich lautlos in ihre bereits bekannte Gedankenwelt ein. (Mag. Michaela Drescher)

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG 72. JAHRESAUSSTELLUNG DES ST.PÖLTNER KÜNSTLERBUNDES, STADTMUSEUM ST.PÖLTEN

© Sonja Dürnberger

Hermine Karigl-Wagenhofer
Portfolio „Landschaften“

Ein veränderter Blick merkt neue Ensembles im Naturbild.

Ernst Bloch, Spuren. Die Montagen eines Februarabends S. 167

Es ist die Veränderung der Landschaft, die hier interessant wird. Veränderungen durch die Gegensätze von Kälte und Wärme beziehungsweise Licht.

Zugleich aber öffnen die inneren Vorgänge den Blick für Neues. Kognitive Erkenntnisse haben ihren Niederschlag in Landschaften, spiegeln sich wider in ihnen.

Die verschiedenen Farben der Landschaften erwecken Assoziationen, geben Struktur und Form.

Die Eislandschaft ist mächtig im Transportieren von Schattenbildern – schwarz / weiß ist überhöht und das Monochrome der Landschaft wird nun mehr zur Landschaftsstruktur - ein abstraktes Verwehen. Das gekonnte Neutralisieren der farblichen Gegebenheiten ruft eine weiße Kulisse hervor- durchscheinend.
Dr. Gabriela Nagler

Ausstellungsbeteiligung Galerie der Moderne, Stift Klosterneuburg 2018

Die Bildstele „Metaphorik“ verkörpert in Sinnbildern das Jahresmotto 2018 der Galerie der Moderne, das „Vom Leben. Sterben und der Suche nach Gott“ handelt. Die zusammenmontierten Tafelbilder widerspiegeln Existentielles wie auch Übersinnliches: gleichzeitig ummanteln sie einen Raum: als Seelenraum oder vielleicht als Hohlraum anzudenken, welcher im Laufe des Lebens allmählich gefüllt werden kann.

Einzelausstellung Schloss Hagenberg Menschen(t)räume 2018

Archetypen, 1994 Ritztechnik/Karton 65x50cm - Feuerbild 2007 Eitempera/Leinwand 100x100cm - Menschenträume, 2017, Mischtechnik/Papier 21x29,7cm

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG 71. JAHRESAUSSTELLUNG DES ST.PÖLTNER KÜNSTLERBUNDES, STADTMUSEUM ST. PÖLTEN

Tektonische Landschaft (2017 Eitempera auf Leinwand 90 x 90 cm)

Es ist ein Bild im Zeichen des stetigen Wandels von Natur.

Zugleich erscheint hier Landschaft als Reflexionsfläche des wandelnden Blickes.

Ein Teil, vielleicht nur das Bruchstück einer Landschaft. Ein schwimmendes Landschaftssegment möglicherweise, das sich an seiner Oberfläche als aufgebrochene Eisscholle mit dramatischen Erhebungen und Einschnitten zeigt. Innere und äußere Kraftströme scheinen diese Landschaftsarchitektur zu durchdringen. Formen verschieben sich, verwandeln sich – Naturphänomene, die uns einerseits vertraut sind. Andererseits sind die Konturen des landschaftlichen Ausschnittes aufgeweicht, es zeigen sich unverkennbar Auflösungserscheinungen, die uns beunruhigen müssen.

So entsteht diese „Tektonische Landschaft“ aus dem Wechselspiel zwischen innerem Aufbau - den inneren Strukturen der Natur, die gleich einer Fata Morgana im Bild auftauchen - und dessen Erosionen in Materie und Farbe.

Ausstellungsbeteiligung Stift Lilienfeld - Dormitorium 2017
Zyklus 12.0 ausstellung zeitgenössische Kunst Mitteleuropa/Donauraum/Tschechien/Niederösterreich

Stationen meines künstlerischen Werdeganges

Eine tiefe Beziehung zu meinem Geburtsort ist anzumerken und auf eine Besonderheit zurückzuführen. Ein Hineingeborenwerden in eine charakteristische niederösterreichische Landschaft nahe dem Sonntagberg, von dem in entferntester Weite sichtbar eine Basilika emporragt. Vielleicht vermag dieser Ort eine Verschmelzung von Natur und Kultur zu offenbaren, was auch später mein Leben maßgeblich prägt.

Begegnungen im unmittelbaren Lebensraum Natur, insbesondere dessen Bedeutung als nahezu offenes Spielfeld, bestimmen im Wesentlichen meine Kindheit. Dort liegt die Wiege meiner künstlerischen Entwicklung.

Die Landschaft als elementaren Mikrokosmos zu entdecken und zu erleben, sie mit kindlichen Augen zu betrachten, wird zu einer Inspirationsquelle spontanen Lernens sowie fantasievollen Schöpfens.

Weitere Stadien meiner kreativen Entwicklung gelten als realitätsbezogen, in denen mein Blick sowohl auf den stetigen Wandel der Natur als auch auf das wirklichkeitsgetreue Erscheinungsbild des Menschen gerichtet ist. Im Laufe der Zeit manifestiert sich durch ein Aneignen umfassender Erkenntnisse und Einsichten eine tiefe Naturschau in meiner Vorstellungswelt.

Die Natur wird in diesem Zusammenhang als temporäres Abenteuer verstanden. Ideale und erfundene Landschaften entstehen durch Transformation. Schließlich ist meine Ideensuche mit einer metaphysischen Reise zu vergleichen.

In einer langjährigen intensiven Auseinandersetzung mit der Natur ist es mir gelungen, zu einem vielschichtigen Naturverständnis zu gelangen. Der Bogen spannt sich von einer kontemplativen bis zu einer kritischen Vorstellung.

Galerie der Moderne, Stift Klosterneuburg 2016/17

Ausstellungsbeteiligung Hermine Karigl-Wagenhofer

Stelen-Installation im Kontext des Schöpfungsmythos bestehend aus den vier Objekten Menschen, Harmonie, Metaphorik, Erneuerung in Eitemperamalerei auf Leinwand, die in der Mitte des Raumes der Schöpfung symmetrisch angeordnet sind.

Bildstelen, 2004-2010

Ausstellungsbeschreibung

Vier Stelen, jeweils zusammengefügt aus Säulenbildern, die unter anderem Lebensläufe symbolisieren, stehen kontextuell im Zusammenhang mit der metaphorischen Bedeutung „Säule“ im Schöpfungshymnus des Alten Testaments. Gleichzeitig ist die malerische Bildgestaltung dieser Installation eine Inspirationsquelle für Deutungsversuche und Sinnzusammenhänge, indem Einsichten, Prozesse, Strukturen und Ambivalenzendialoge widergespiegelt werden, die Annäherungen an den Schöpfungsmythos suggerieren oder schier veranschaulichen.

Teils sind die Säulengemälde mit tiefen Kratzspuren verletzt, teils verleihen bewegte Pinselschwünge sowie überlagerte Farbschichten den Bildoberflächen einen strukturierten, prozesshaften Charakter. Die Senkrechte als das kennzeichnende Kompositionsgefüge der Gemälde wird zum Anlass für Farbverläufe in wechselseitiger Richtung nach oben und nach unten. Sie verweist auf das Säulenmodell, welches grundsätzlich durch zwei Enden charakterisiert ist. Die Säule baut auf der Erdenschwere auf und scheint in die Unendlichkeit emporzuragen, wenn sie auch einem bestimmten Maßstab entsprechend oder fragmentarisch endet. Das Säulenmotiv stellt metaphorisch die Verbindung zwischen Erde und Himmel her. Es veranschaulicht die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens.

Die Schöpfung ist der Endlichkeit unterworfen. Sie trägt nach der christlichen Lehre die Hoffnung auf Erlösung in einem ambivalenten Verhältnis in sich. In Anbetracht der Jenseitsvorstellung werden im Sinne der Synthese existentielle Gegensätze wie Unendlichkeit/ Endlichkeit, Geburt/Tod, Freude/Leid und Prozesshaftes/Statisches aufgehoben. Im christlichen Gottesbild, welches Gott als Schöpfer allen Lebens betrachtet, den Menschen in seiner Einzigartigkeit in einer Rolle der Wechselbeziehung zwischen Abhängigkeit von Gott und Autonomie erscheinen lässt, wird die Ambivalenz des leidenden Gottessohnes verkörpert – eine Inkarnation des Fleisches.

In der Kreuzestheologie stellt das Kreuz das Symbol der Lebenskraft im erschöpften Zustand dar. Schaffensprozesse sind ebenfalls dem Prinzip der Ambivalenz unterworfen.

Neben den Bezügen auf die Schöpfungshymnen (Gen 1, 1-2, 4a und Gen 2, 4b-25) verweisen die Stelen direkt auf Bibelzitate mit Säulenmetaphern, etwa auf die Wolken- und Feuersäule (Ex 13, 20-22) oder auf die symbolischen Säulen vor dem Tempel Salomon (1 Kön 7,15-22).

Ausstellungsbeteiligung 70. Jahresausstellung des St.Pöltner Künstlerbundes, Stadtmuseum St. Pölten
Bilder zur Ausstellung
Ausstellungsbeschreibung

Kopftrilogie 2016, je Gemälde 150x100cm, Eitempera auf Leinwand

Bei dieser Serie wird das metaphorische Aufbrechen und Durchdringen der Kopfmorphologie thematisiert. Schnitte durch die inneren Strukturen suggerieren Spiegelbilder, lassen Visionen erahnen, die hinter der Schaufassade verborgen sind. Im Kern der transparent wirkenden Erscheinungsbilder manifestieren sich Charakterköpfe. Sie strahlen nach außen...

Verein für Kunst und Kultur, Eichgraben
St. Peter an der Sperr/Stadtmuseum, Wiener Neustadt
Pressefotos

Apsis St. Peter an der Sperr

Metaphysische Szenerien 2014

Metaphysische Szenerien 2013

Fotos © Michael Nagl

Pressetext

Hermine Karigl-Wagenhofers neue Ausstellung in der Kirche St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt markiert eine neue Wende im Schaffen der Künstlerin. Die zeitlose Eitempera-Technik wütet farbenprächtig und ignorant über das von Karigl-Wagenhofer gewählte Großformat, Landschaften, Köpfe, Formen etc., für den Betrachter unsichtbar, für die Urheberin offensichtlich: Karigl-Wagenhofers Kunst öffnet sich nicht, sie schwebt in ihrem eigenen Orbit. Wer genug Geduld und Ausdauer mitbringt, wird mit einem visuellen Erlebnis besonderer Art belohnt. Linien, Striche, Flächen, Andeutungen können alles sein, nur nicht was ihre Titel suggerieren. Das ist die Herausforderung und das ist der Grund warum es diese Ausstellung gibt. (Mag. Michaela Drescher)